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Hermann Hauser I (1882-1952)
"Kunstwerkstätte für Instrumentenbau München,
Bayerstraße 33 / Müllerstraße 8, Reisbach“
Hermann Hauser I, Sohn von Josef Hauser, nimmt als deutscher Gitarrenbauer weltweit eine hervorragende Position ein. Er erlernte in der Werkstätte seines Vaters das Handwerk des Musikinstrumentenbauers. Herrmann Hauser I übernahm die Instrumentenbauwerkstätte seines Vaters, während Josef Hauser weiterhin den Musikalienverlag leitete. Hermann Hauser I spezialisierte sich auf den Lauten- und Gitarrenbau und blieb aber auch dem Zitherbau treu. Im Rahmen der gitarristischen Bewegung in Bayern baute Hermann Hauser I eine Vielzahl an unterschiedlichen Gitarren; insbesondere die Wiener Modelle und Münchener Modelle in Perfektion und sämtlichen Bauformen. Die Terz-, Prim- und die sehr seltenen Quintbassgitarren von Hermann Hauser I sind von höchster Qualität. Der Klang dieser Instrumente ist auch heute noch unübertroffen. Auf der Grundlage seiner besonderen Kunstfertigkeit entwickelte Hermann Hauser I technische, patentierte Neuerungen im Bereich der Deckenkonstruktionen sowie Hals-Korpusverbindungen. Die spanischen Virtuosen Miguel Llobet und Andres Segovia wurden am Anfang des 20zigsten Jahrhunderts auf die Gitarrenbaukunst von Hermann Hauser I aufmerksam. Das Zusammentreffen dieser Meister ihres Faches und Wegbereiter um die Jahrhundertwende kann gut als Sternstunde in der Geschichte der Gitarristik bezeichnet werden.
Dr. Karl Huber schrieb hierzu:
"...Schließlich und hauptsächlich aber ist es dem Zusammentreffen der spanischen Virtuosen Llobet und Segovia mit dem Münchener Gitarrebauer Hermann Hauser (I) zu verdanken, daß die Torres-Gitarre zum Prototyp der heutigen Bauweise der Konzertgitarre werden konnte."
(Karl Huber, Die Wiederbelebung des künstlerischen Gitarrenspiels um 1900, Lisardo Verlag, 1995)
>>> Miguel Llobet | 1878-1938
Wie Antonio De Torres hat Hermann Hauser I viele Gitarrenbauer des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Es versteht sich von selbst, dass seine Gitarren von vielen Virtuosen und Weltstars gespielt wurden und werden. Intensive Beziehungen zwischen dem Gitarrenbauer Hermann Hauser I und zahlreichen Gitarristen sind in dem Gästebuch der Familie Hauser zu finden und spiegeln sich in den spezifischen Modellbezeichnugen der Hausergitarren, wie z.B. Llobet-Modell, Segovia-Modell und Bream-Modell wider.
Die Hermann Hauser I Gitarre, die Andres Segovia von 1937 bis 1970 spielte, ist heute im Metropolitan Museum of Art in New York zu sehen.
Infolge der schweren Bombenangriffe auf München, durch die das Anwesen der Familie Hauser erheblich beschädigt wurde, errichtet Hermann Hauser I seine Kunstwerkstätte für Instrumentenbau im niederbayerischen Reisbach an der Vils.
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